Baumbestattung

    Beitrag vom: 20.02.2018

     

     

     

    Dieser Antrag ist im HFB am 23.1.2018 mit knapper Mehrheit abgelehnt worden!

    Antrag der Grünen Fraktion

    Die GRÜNE Fraktion beantragt den Tagesordnungspunkt „ Änderung der Friedhofssatzung – Baumbestattung auf dem Waldfriedhof Rott“ auf die Tagesordnung des Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschusses am 23.01.2018 zu nehmen.

    Unter diesem Tagesordnungspunkt stellen wir folgenden Antrag zur Abstimmung:

    Beschlussvorschlag:

    Der Haupt-, Finanz- und Beschwerdeausschuss beschließt, die Bestattungsform „Urnenhain – Baumbestattung“ neu in die Friedhofsatzung aufzunehmen und diese Bestattungsform ab 2019 auf dem Waldfriedhof Rott anzubieten.

    Begründung:

    In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass in der Bestattungskultur ein Wandel von der Sargbestattung zur Urnenbestattung vollzogen wurde. Mittlerweile liegt der Anteil an Urnenbestattungen je nach Gemeinde bei bis zu 90 %. Dies lässt sich insbesondere darauf zurückführen, dass die Menschen ihren Nachkommen hohen Pflegeaufwand und Kosten ersparen möchten.

    Eine Urnenbestattung kann auf verschiedenste Arten ausgeführt werden. Zum einen gibt es die herkömmliche Art der Beisetzung in einem Grab. Auch hier fällt noch Pflegeaufwand an. Deshalb etablierte sich die Beisetzung der Urne in einem Urnenschrank (eine teure und sehr nüchterne Variante).

    Da aber immer mehr Menschen eine naturnahe Bestattung wünschen und ein Friedwald nicht überall zur Verfügung steht, wurde die Baumbestattung eingeführt. Hierbei wird – in Abgrenzung zum Aschestreufeld - die Asche des Verstorbenen in einer ökologisch unbedenklichen Urne im Wurzelbereich eines Baumes bestattet, wobei ca. 6-8 Urnen im Kreis um einen Baum angeordnet werden. Wie bei den Grabstätten auf Rasenflächen wird eine Gedenkplatte bodengleich über der Urne angelegt. Dazu kann ein Bereich vorgesehen werden, auf dem Blumen u.ä. abgelegt werden können.

     Auf den folgenden Fotos ist als Beispiel der Waldfriedhof in Hilden zu sehen. Hier wurden wegen der enormen Nachfrage größere Freiflächen für diese neue Bestattungsart hergerichtet und mit Bäumen bepflanzt. Es ist möglich, bereits zu Lebzeiten einen bestimmten Platz zu reservieren.

    Erkennbar ist, dass auch relativ junge Bäume bereits genutzt werden.

    Die Gemeinde Roetgen steht vor dem Problem, auf dem Waldfriedhof in Rott über eine sehr große ungenutzte Fläche zu verfügen, die erhebliche Pflegekosten verursacht.

    Wir sind der Meinung, dass wir beide Aspekte dahingehend zusammenführen sollten, dass wir uns zum einen diesem neuen Nachfrageverhalten öffnen, zum zweiten einen Teil der Fläche einer neuen sinnvollen Nutzung zuführen.

    Auf dem unteren Bild ist zu sehen, dass der Waldfriedhof Rott durch seine Lage und Großzügigkeit einen ganz besonderen Charme ausstrahlt. Es wäre möglich, einige weitere Bäume zu pflanzen, doch einer sofortigen Nutzung als Urnenhain ohne weitere Kosten für die Gemeinde stünde nichts im Wege. 

    Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diesen naturverträglichen und dem Bedürfnis der Menschen entsprechenden Weg mit uns gehen würden.


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