Offener Brief Klimaschutz von Bernhard Müller

 Roetgen, den 17.12. 2019

Offener Brief an die Fraktionen der SPD, CDU, FDP und UWG im Roetgener Gemeinderat und Bürgermeister Klauss

Werte Kollegen, sehr geehrter Herr Bürgermeister Klauss,

zum wiederholten Male haben Sie unseren Antrag, konkrete  und wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz in Roetgen zu organisieren und dafür einen Klimaschutzmanager einzustellen, abgelehnt, obwohl der Bund das bis zu 90 % finanzieren würde.

Sie, Herr Onasch, betonten dabei, dass Sie inzwischen das Problem der Klimakrise sehr wohl verstanden hätten. Wir glauben Ihnen. Die Beweise der Wissenschaft sind ja auch erdrückend. Sie wissen auch, dass Deutschland im Jahre 2018 nach Japan und den Philippinen das durch die Klimakrise am drittmeisten geschädigte Land der gesamten Welt war und dass sich seit einigen Jahren die Folgen der Klimakrise in beunruhigender Weise beschleunigt haben. Sie haben sicher auch verstanden, dass wir sehr schnell und energisch die Umsteuerung gestalten müssen, denn wir haben schon viele Jahre verloren. Wir alle müssen persönlich daran arbeiten, um unseren CO2-Fussabdruck zu verkleinern. Vor allem aber muss der Staat – Bund, Länder und Kommunen – wirksame Maßnahmen zur Umsteuerung einleiten und dabei für sozialen Ausgleich sorgen. Und damit sind auch Sie Herr Klauss  als Bürgermeister aufgefordert zu handeln.

Was hat Sie trotz dieser klaren Erkenntnis  bewogen, unseren Vorschlag abzulehnen?

Hatten Sie Angst zuzugeben, dass wir Recht hatten mit unseren langjährigen Warnungen? Haben Sie gefürchtet, dadurch Stimmen zu verlieren? Ich kann das verstehen. Es ist nicht einfach für Sie, das zuzugeben.  Aber auch wir haben ja die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen. Die Aufgabe, in wenigen Jahrzehnten die gesamte Wirtschaft und unser Leben so umzukrempeln, dass wir die Klimakrise stoppen können, ist so unfassbar groß und komplex, dass niemand und keine Partei behaupten kann, man habe das Patentrezept. Nur durch eine gewaltige gemeinsame Anstrengung aller demokratischen Kräfte ist das zu schaffen.

Auch wenn wir Grünen früher die Gefahren erkannt haben, haben wir doch nicht immer die besseren Lösungen. Wir haben manche vorschnelle Idee entwickelt, die vor der Realität unserer Wirtschaft und sozialen Bedingungen gescheitert wäre. Ich glaube, dass wir daraus inzwischen gelernt haben. Dabei ist die Betonung der sozialen Folgen durch SPD und Linke oder der Folgen für die Landbevölkerung durch CDU/CSU genauso berechtigt wie die Berücksichtigung des Mittelstandes durch die FDP.

Wir haben nicht mehr die Zeit für partei- und wahltaktische Spielchen. Lassen Sie uns gemeinsam überlegen, was wir als Gemeinderat tun können, dass Roetgen einen maximalen Beitrag zur Erreichung der CO2-Neutralität in unserer Region leisten kann. Wir haben es in anderen Bereichen geschafft, fraktionsübergreifende hervorragende Lösungen zu finden. Wir können das auch beim Thema Klimakrise. Roetgen tut bisher von allen Gemeinden der StädteRegion am wenigsten. Lassen Sie uns das gemeinsam ändern.  

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